MKG Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie Keyvisual Dr. Dr. Erich Rettig in Friedrichshafen

Parodontalchirurgie

Diese ist heute in vielen Fällen so erfolgreich, dass der Griff zum Skalpell nicht mehr erforderlich ist und das vom Patienten gefürchtete „Aufschneiden“ des Zahnfleisches entfällt.

Aus diesem Grund wird die Parodontose heute in jedem Fall zunächst konservativ behandelt. Nach ein bis drei Monaten erfolgt dann eine erneute Untersuchung, um den Erfolg der bisherigen Behandlung zu dokumentieren.

Nur wenn nach Anwendung aller konservativen Behandlungsmethoden immer noch tiefe Zahnfleischtaschen festgestellt werden, muss die operative Therapie erwogen werden.

Ziel der chirurgischen Eingriffe ist die Wurzelglättung und Kürettage unter Sicht sowie die Beseitigung von Bakterienschlupfwinkeln und tiefen Zahnfleisch- und Knochentaschen. Mit modernen regenerativen Techniken wie GBR (Guided Bone Regeneration) bzw. GTR (Guided Tissue Regeneration) ist es erstmals möglich, nicht nur die Parodontitis zu stoppen, sondern in manchen Fällen auch verloren gegangenen Knochen wieder aufzubauen und somit dem Knochenschwund aktiv entgegenzuwirken.

Nach lokaler Betäubung wird das Zahnfleisch mit einem Skalpell vorsichtig eröffnet und der von der Parodontitis befallene Knochen freigelegt. Die Knochentaschen werden sorgfältig von Entzündungsgewebe gesäubert. Es erfolgt eine Glättung der Zahnwurzeln, wobei Zahnstein und bakterielle Beläge entfernt werden .Die Knochenkrater werden nun – falls erforderlich - mit Knochenersatzmaterial (z.B. Bio-Oss®) gefüllt und mit resorbierbaren Membranen aus Kollagen (z.B. Bio-Gide®) abgedeckt und das Zahnfleisch mit dünnen Fäden schonend vernäht. Unter dem Schutz der Membran wird das Knochenersatzmaterial innerhalb mehrerer Monate in körpereigenen Knochen umgebaut.

Durch die Fortschritte der Biotechnologie stehen heute parodontale Wachstumsfaktoren als gebrauchsfertiges Medikament (Emdogain®) zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Schmelzmatrixproteine, die eine beschleunigte Regeneration von verloren gegangenem parodontalen Gewebe (Knochen, Fasern, Zahnfleisch) bewirken. Nach der chirurgischen Reinigung der Zahnfleisch- und Knochentaschen wird Emdogain® appliziert und das Zahnfleisch dicht vernäht. Bereits nach wenigen Wochen lässt sich oft schon eine Gewebeneubildung nachweisen.

Regenerative Verfahren wie GBR und GTR sowie der Einsatz von Emdogain® sind heute wissenschaftlich anerkannte Methoden, die in meiner Praxis routinemäßig angewandt werden.



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