MKG Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie Keyvisual Dr. Dr. Erich Rettig in Friedrichshafen

Hautchirurgie - Gesichtschirurgie

In der Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurgie ist die Entfernung von kleinen oder ausgedehnten Hauttumoren eine Kernkompetenz.

Die meisten Patienten werden vom Dermatologen oder vom Hausarzt zu mir überwiesen. Gerade im Gesichtsbereich ist es wichtig eine solche Operation ästhetisch mit einer unauffälligen Narbenbildung durchzuführen.

Die besten kosmetischen Ergebnisse werden erreicht, wenn eine operative Entfernung des Tumors (Tumorresektion) mit einer sofortigen plastischen Rekonstruktion erfolgt. Der mehrschichtige spannungsfreie Wundverschluss ist die beste Voraussetzung für eine gute Heilung.

Die entfernten Basaliome oder Plattenepithelkarzinome werden in einem Labor histologisch untersucht. Wichtig ist die vollständige Entfernung dieser Tumore. Manchmal ist eine zweite Operation erforderlich. Gerne erhalten Sie eine Kopie des Befundes nach der Operation.

Basaliome sind die häufigsten Tumore der Haut und erlangen zunehmende Bedeutung durch das Freizeitverhalten und die Aggressivität der Sonne mit zunehmender UV- Strahlung durch die dünne Ozonschicht.

Plattenepithelkarzinome (PEC) sind die zweithäufigste Krebsart.

Der Kopf,- Gesichts,- Schulter- und Dekolletébereich, werden am meisten durch die Sonnenstrahlen berührt und sind somit von den genannten Tumoren häufig betroffen.


Maligne Melanome

Maligne Melanome sind hochgradig bösartige Tumore, die aus Melanin bildenden Zellen entstehen. Zum Glück sind Melanome seltener, jedoch siedeln sich diese schnell von der eigentlich betroffenen Stelle ab und bilden sich wieder an einer anderen Körperregion.

2 % der Melanomerkrankten sind unter 20 Jahre alt, 10 % der Erkrankten zwischen 20 und 30 Jahren.

10% der Melanome kommen familiär gehäuft vor, begünstigt wird die Entstehung durch eine lichtempfindliche Haut.

Auch hier ist eine histologische Untersuchung des OP-Präparates unabdingbar. In manchen Fällen muss für den Patienten die Erforderlichkeit einer Chemotherapie abgeklärt werden. Wird ein solches Malignom festgestellt, wird die Behandlung durch mich mit der Universitätsklinik Tübingen koordiniert.

Leider sind Melanome der Haut oft symptomlos, gelegentlich kann ein Juckreiz auftreten und sie können spontan Blutungen verursachen. Im Gegensatz zum normalen Muttermal ist das Melanom irregulär begrenzt, unregelmäßig pigmentiert.


Basaliom - Basalzell-Karzinome

Bei einem Basaliom (Basalzell-Karzinom) handelt es sich um den häufigsten bösartigen Tumor der Haut.

Da dieser Tumor zwar umliegendes Gewebe zerstört, aber keine Metastasen setzt (sich also nicht an anderen Stellen absetzt), wird er auch als halbbösartig bezeichnet. Basaliome sind sonnenbedingte Tumoren. Es bedarf zwar einer genetischen Veranlagung, aber sie entstehen praktisch nur auf Hautstellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind. Daher auch ihr häufiges Auftreten im Gesicht, speziell im oberen Gesichtsdrittel, der Stirn, der Nase, der Augenregion, und am Oberkörper. Gefährdet sind insbesondere Menschen mit heller Haut und Hauttyp I (= rot-blond, immer Sonnenbrand, nie braun) oder Hauttyp II (= blond, häufig Sonnenbrand, selten braun). Auch der Verkehr oder Einatmen von Arsenverbindungen (z.Bsp. im Brunnenwasser) und wiederholte Röntgenstrahlen können Basaliome auslösen.

Basaliome beginnen oft als kleines, glasiges, stecknadelkopfgroßes, hautfarbenes oder bräunlich pigmentiertes Knötchen oder als kleiner, roter, schuppender Herd. Verdächtig sind alle Veränderungen, die nicht innerhalb von drei Monaten abheilen. Manche Basaliomformen weisen tückische Wuchsformen auf, wo lange Ausläufer unsichtbar unter der Haut weiterwachsen. Daher ist nach der operativen Entfernung eine sorgfältige Kontrolle sämtlicher Schnittränder erforderlich. Sollten diese noch verbliebenen Reste des Basalioms in der Haut aufdecken, muss nachoperiert werden. Die vollständige Entfernung der Basaliome muss wegen ihrer Fähigkeit, das umliegende gesunde Gewebe zu zerstören, unter allen Umständen erreicht werden, insbesondere im Gesicht. Wegen der fehlenden Metastasierung ist die Prognose der Basaliome bei vollständiger Entfernung sehr gut.

Sehr oberflächliche Basaliome werden versuchsweise mit dem neuen Medikament Imiquimod lokal behandelt.

Eine neue Behandlungsform bei oberflächlichen Basaliomen stellt die photodynamische Therapie dar, bei der mit Hilfe eines Lichtsensibilisators (ALA) bösartige Zellen aufgespürt und durch eine spezifische Lichtbestrahlung beseitigt werden können.

Da Basaliome in der Regel auf dem Boden einer sonnengeschädigten Haut auftreten, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Zweittumoren in diesem Areal. Daher ist eine sorgfältige Nachsorge nach erfolgter Operation erforderlich.

Die Nachsorgeuntersuchungen sollten in folgenden zeitlichen Abständen erfolgen:

Bis zwei Jahre nach der Operation alle drei Monate, danach halbjährliche Kontrollen.


Prophylaxe

Die wichtigste prophylaktische Maßnahme ist konsequenter Sonnenschutz! Vermeiden Sie bitte ungeschützte Sonnenbestrahlungen, tragen Sie einen Hut und verwenden Sie ein Lichtschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15, vermeiden Sie dringend Sonnenbrände.


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